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Über Übeltaten mathematischer und anderer Art

1. Imperator Antonius Augustus: Schwerwiegender ist es, einen Menschen zu vergiften, als mit dem Schwerte zu töten. gegeben ohne Tagesangabe und ohne Konsulen.

2. Imperator Diokletian und Maximianus Augusti und Cäsaren(?)/Konsuln(??)/ sehr geehrt nach(?) Tiberius: Man sollte unterscheiden, ob Geometrie öffentlich ausgeübt oder gelernt wird. Aber Mathematik ist als verdammenswürdig verboten. am 13. vor Kalenden des Sebtembers im Jahr der sehr geehrten Konsuln Sirim... (= 20.8. 294 n. Chr)

3. Imperator Konstantin Augustus an Maximus: Kein Opferschauer, kein Priester, keiner derer, die bei diesen Riten als Helfer dabei sind, betrete den Eingang eines anderen, auch nicht zu anderem Zwecke, sondern man verstoße einen derartigen Menschen, egal wie alt, aus seiner Freundschaft; zu verbrennen ist jener Opferschauer, der ein anderes Haus betritt, und jener, der ihn mit Schmeicheleien oder Bezahlung herbeiruft, ist nach Konfiszierung seines Vermögens auf eine Insel zu vertreiben. Der Ankläger eines solchen Verbrechens aber soll nicht als Überbringer gelten, sondern ist würdig, daß wir ihm eine größere Belohnung geben. gegeben an den Kalenden des Februars zu Rom im 5. Jahr von Konstantin Augustus und im Jahr der Konsulen Licinius (= 1.2. 349 n. Chr.)

4. selbiger Augustus und Erwürdig zu Bassus gegeben: Deren Wissenschaft ist zu strafen und nach Verdienst mit schärfsten Gesetzen zu ahnden, der sich zur Magie rüstet oder gegen das Heil der Menschen etwas unternimmt oder sittsame Seelen zur Freizügigkeit verführt und dabei entdeckt wird. Mit keinen Beschuldigungen zu verknüpfen sind bestimmte Heilmittel für die menschlichen Körper oder auf dem Lande unschuldig angewandte Anrufungen, daß nicht der Regen während der reifen Trauben zu befürchten ist oder man von Steinschlag des fallenden Hagels geschädigt werde, wodurch nicht das Heil irgendjemandes oder sein Wert geschädigt wird, sondern die Handlungen jener nützen, daß nicht heilige Pflicht und Arbeiten der Menschen beschädigt werden. am 10. vor den Kalenden des Juni zu Aquileia von Konsulen Crispus und Constantinius, sehr geehrte Männer (= 23.5. 321 n. Chr.)

5. Imperator Konstantius Augustus zum Volk: Niemand befrage einen Opferschauer oder Mathematiker, keiner einen Wahrsager. Eine falsche Vorhersage bringt einem Vogelschauer Schweigen (=Berufsverbot). Sterndeuter, Magier und andere, die im Volk der größe ihrer Taten wegen Übeltäter genannt werden, sollen nichts in dieser Hinsicht unternehmen. Es schweige bei allen die Neugier nach allgemeiner Weissagung. Denn niedergeworfen erfährt Todesstrafe (Köpfen) mit strafendem Schwert, wer den Gesetzen gehorsam verweigert. am 8. vor den Kalenden des Februars zu Mediolan im 9. Jahr von Konstantius Augustus und im 2. Jahr der Konsulen Julianus C. (= 25.1. 357 n. Chr.)

6. selbiger Augustus und Erwürdig zum Volk: Viele nützen Magie um die Elemente zu verwirren und man bezweifelt nicht, daß sie das Leben unschuldiger erschüttern und mit fremden Händen es anzufachen wagen, daß einer seine Feinde übler Künste bezichtigt. Die sind, da naturgemäß Ausländer, mit tödlicher Pest zu vernichten. am Tag vor den Nonen des Dezembers zu Mediolan im 9. Jahr Konstantius Auguststus und im Jahr der Konsulen Julianus C. (= 4.12. 357 n. Chr.)

7. Derselbe Augustus und Erwürdig zu Taurus gegeben: Auch wenn die Körper der mit Ehren Ausgestatteten von der Folter befreit sind (außer bei jenen bestimmten Verbrechen, die das Gesetz zeigt), auch wenn Magier, in welchem Teil der Erde sie auch sind, für Feinde der menschlichen Geschlechtes gehalten werden, dennoch die in unserem Staatsrat sind, schlagen beinahe die Majestät selbst, wenn einer Magier oder mit magischen Befleckungen vertraut ist, der durch Gebrauch Übeltäter des Volkes genannt wird, ob als Opferschauer oder Wahrsager oder gewißlich Vogelschauer oder auch Mathematiker oder verbergend mit erzählenden Träumen eine Kunst des Wahrsagens oder auch etwas diesen ähnliches Ausübend in meinem Staatsrat oder dem des Cäsars erkannt ist, zum Schutz der Würde flieht er nicht Mater und Folter. Wenn Überführter den Enthüllern der eigenen Tat widerstrebt durch hartnäckiges Leugnen sei der Folter übergeben und trage mit durchfurchenden Klauen in der Brust die würdige Strafe für eigene Tat. am 3. vor den Nonen es Juli im jahr der Konsulen Arminius Datianus und Cerelais (= 5.7. 358)

8. Imperatoren Valentinian und Valens Augusti zum Polizeichef Modest: Schuld ist gleich, wenn man Verbotenes lernt oder lehrt. am Vortag der Iden des Dezembers zu Konstantinopel im Jahr von Valentinian und Valens Augusti als Konsuln. (= 12.12. 365 n. Chr.)

9. Imperatoren Valentian Theodosius und Arcadius Augusti an den Stadchef Albinus: Wer auch immer hört einen Besudelten mit Fleck der Übeltaten, ertappt, mit Beschlag belegt, ziehe ihn sofort in die Öffentlichkeit und vor den Augen der Richter zeige er den Feind des Heils der Gemeinschaft. Wenn aus Wagenlenkern oder aus beliebigen anderen Menschengeschlecht gegen dies Verbot einer zu kommen versucht oder mit heimlichen Bitten auch die Offenbarung der Taten mit böser Kunst verhindere, entrinne nicht äußerster Strafe, beider Anklagen schuldig, weil er entweder der Strenge der Gesetze der öffentlichen Sachen, daß er die Gefährten der Tat nicht offenbart und der Schuld entzieht der Untersuchung oder vielleicht unter irgendeiner Schuld Name einen persönlichen Feind mit gräßlichem Plan vernichtet. den 17. vor Kalenden des Sebtembers zu Rom im Jahr der Konsulen Timasius und Promotus (= 15.8. 389 n. Chr.)

Die Übersetzung wurde auf die Schnelle von Elke Heyder erstellt und hat eventuell auch ein paar Übertragungsfehler, daher bitte ich um Nachsicht.